{"id":52,"date":"2018-08-25T21:53:11","date_gmt":"2018-08-25T19:53:11","guid":{"rendered":"http:\/\/farshi.de\/Farshi2018_WP\/?page_id=52"},"modified":"2018-08-26T17:29:26","modified_gmt":"2018-08-26T15:29:26","slug":"nowrooz","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/farshi.de\/Farshi2018_WP\/nowrooz\/","title":{"rendered":"Nowrooz"},"content":{"rendered":"<article class=\"item-page\">\n<h2>DAS IRANISCHE \/ PERSISCHE NEUJAHRSFEST<\/h2>\n<ul class=\"actions\">\n<li class=\"print-icon\"><a title=\"Drucken\" href=\"http:\/\/www.farshi.de\/Farshi\/index.php\/de\/nowrooz?tmpl=component&#038;print=1&#038;page=\" rel=\"nofollow\">Drucken<\/a><\/li>\n<li class=\"edit-icon\"><a href=\"http:\/\/www.farshi.de\/Farshi\/index.php\/de\/nowrooz?task=article.edit&#038;a_id=8&#038;return=aHR0cDovL3d3dy5mYXJzaGkuZGUvRmFyc2hpL2luZGV4LnBocC9kZS9ub3dyb296\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.farshi.de\/Farshi\/media\/system\/images\/edit.png\" alt=\"Bearbeiten\" \/><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.farshi.de\/Farshi\/images\/Aks_Webseite\/Nowrooz.png\" alt=\"Nowrooz\" \/><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<h1>\u00a0Dschaschn-eSaal-e Nou, Nouruz \/ Ejd\/id-e Nouruz<\/h1>\n<p>Neben den anderen iranischen Nationalfesten wie <strong>Mitrhras-Fest (Mehrgaan), Sadeh- und Wintersonnenfest (Schab-e Tschelle\/ Yaldaa)<\/strong>, die in der vorislamischen Zeit regul\u00e4r und nach der Islamisierung Persiens gelegentlich am Hofe der lokalen Dynastien verst\u00e4rkt gefeiert wurden.<\/p>\n<p>Nach wie vor, wird allj\u00a8hrlich im Iran am 1.Farwardin, dem 1. Monat des iranischen Kalenders und der Sonnenzeitrechnung, entsprechend dem 21. M\u00e4rz, das Neujahrfest (Nouruz) von allen iranischen Volksschichten und St\u00e4mmen in Iran (Persien), Indien, und Pakistan (von den Moslems), Afghanistan, Tadchikistan, Irak (von den Kurden), in der T\u00fcrkei (von den Kurden) und in den zentralasiatischen Republiken der ehemaligen Sowjetunion feierlich begangen.<br \/>\nDie einheimische \u00fcberlieferung schreibt die Entstehungsgeschichte dieses Festes dem legend\u00e4ren K\u00f6nig Djamschid zu. Schon unter den altpersischen Ach\u00e4meniden (559-331 v. Chr.) war Neujahr Anlass zu Freudenfesten.<br \/>\nDie Sassanidenk\u00f6nige (226-642 n. Chr.) veranstalteten aus diesem Anlass gro\u00f6e Umz\u00fcge, aber nach und nach wurde unter dem Einfluss der Schriftsteller, Dichter, Historiker und Astrologen der 1.Tag des Jahres zu einem grossen Volksfest.<br \/>\nUrspr\u00fcglich gab es bei dem Nouruz-Fest Riten und Kulthandlungen, die vom zarathustrischen Glauben, der alten iranischen Religion, gegr\u00fcndet von Zarathustra\/Zoroaster, im 1. Jahrtausend v. Chr., abgeleitet waren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Nach dem altiranischen Kalender teilte man das Jahr in zwei Jahreszeiten, n\u00e4mlich Sommer- und Winterjahreszeit und zu Beginn jeder Jahreszeit veranstaltete man, damals wie heute, grosse Feste.<br \/>\nWie bereits erw\u00e4hnt beginnt das iranische Jahr mit dem Fr\u00fchlingsanfang, dem Neujahrsfest (Eid-e Nouruz oder Dschaschn-e Nouruz). Das Neujahrsfest (Nouruz, w\u00f6rtl. Neu(jahrs)tag) ist das \u00e4lteste und seit dem Beginn mit dem gr\u00f6ssten Aufwand begangene iranische Fest. Seine Tradition wird bis in die Zeit Zarathustras (Zoroasters) zur\u00fcckverfolgt. Viele Iranisten, Historiker und Arch\u00e4ologen sehen in den Reliefs an der Palasttreppe von Persepolis Phasen des Nouruz-Festes und vermuten, dass die Funktion von Persepolis, n\u00e4mlich die Darstellungen von V\u00f6lkerschaftsabordnungen, in einem engen Zusammenhang mit diesem Fest stand.<\/p>\n<p>Die mit diesem Fest verbundenen Sitten und Br\u00e4uche, die viel zoroastrisches Gedankengut reflektieren, variieren von Landschaft zu Landschaft; sie haben jedoch vielerorts folgenden Grundbestand gemeinsam:<br \/>\nAm letzten Mittwoch des alten Jahres (Tschahar Schanbe Ssuri) springen Jung und Alt \u00fcber Freudenfeuer, bestehend aus 1, 3 bzw. 7 Feuerhaufen, und singen dabei kurze Strophen, in denen das Feuer aufgefordert wird, das Schlechte, Leiden und Krankheiten, zu verbrennen und das Gute, Gesundheit und Wohlergehen, zur?ckzulassen. Zur weiteren Vorbereitung des Festes geh\u00f6rt die Reinigung von Haus, K\u00f6rper und Kleidung.<br \/>\nDer Fr\u00f6hlingsanfang und das Neujahrsfest (Nouruz) beginnen erst dann, sobald die Sonne in das Tierkreiszeichen Widder eintritt. In Erwartung dieses Augenblicks versammeln sich die Familienmitglieder, neu gekleidet, um einen festlichen weiss gedeckten Tisch (fr\u00fcher ein weiss gedeckter Platz auf dem Boden) (Khwan-e Haft Ssin, Sofre-ye haft Ssin, Haft Tschin, in Afghanistan Haft Meywa), der mit sieben Speisen und Gegenst\u00e4nden, deren Namen auf persisch alle mit dem Buchstaben S (Ssin) beginnen, geschm\u00fcckt ist:<\/p>\n<ul>\n<li>Ssib (Apfel)<\/li>\n<li>Ssiyah Daneh (Schwarzk?mmel)<\/li>\n<li>Ssendsched (Mehlbeere)<\/li>\n<li>Ssomagh ( Sumak-Gew\u00fcrz,<\/li>\n<li>Beeren vom Gew\u00fcrzessig-baum)<\/li>\n<li>Ssir (Knoblauch)<\/li>\n<li>Sserkeh ( Essig )<\/li>\n<li>Ssabzeh (Weizensch\u00f6sslinge).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gelegentlich auch<\/p>\n<ul>\n<li>Ssepestan ( Fr\u00fcchte des Baumes Cordia myxa)<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Ssabzi (frische Kr\u00e4uter und Gem\u00fcse)<\/li>\n<li>Ssamanu (S\u00fc\u03b2e Speise aus Weizenkeimlingen),<\/li>\n<li>Ssendsched (Mehlbeere)<\/li>\n<li>Ssomagh ( Sumak-Gew\u00fcrz Beeren vom Essigbaum)<\/li>\n<li>Sserkeh (Essig)<\/li>\n<li>und Ssib (Apfel)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Neuerdings sieht man auch auf Haft-Ssin-Tafeln folgende Gegenst\u00e4nde:<\/p>\n<ul>\n<li>Ssonbol (Hyazinthe)<\/li>\n<li>Ssa&#8217;at (Uhr)<\/li>\n<li>Ssekkeh (M\u00fcnze)<\/li>\n<li>Samak<\/li>\n<li>Mahi (Fisch) in der Regel lebende rote Fische in einem Glasbeh\u00e4lter, oder gebratene Fischspeise)<\/li>\n<li>Koran<\/li>\n<li>Spiegel<\/li>\n<li>Eier usw.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Neben Ssonbol (Hyazinthe) werden gelegentlich auch andere Blumen wie Nargess (Narzisse), Gol- e Ssorkh (Rose) und andere Blumen verwendet. Wie man sieht, sind die Nouruz-Riten und -Zeremonien wie alles andere im Iran im Laufe der Zeit auch einem st\u00e4ndigen Wandel unterworfen. Vermutlich handelt es sich hierbei um Fehlinterpretationen.<br \/>\nDas Haft-Ssin (Sieben &#8222;S&#8220;) bezieht sich auf das altiranische und zarathustrische Wort (Haft Sspenta ) oder (Haft Amescha Spenta, Amschaspandan ), die sieben unsterblichen Heiligen (7 Erzengel) der altiranischen Religion und deren Symbolik.<br \/>\nAu\u03b2erdem befinden sich ein oder mehrere Beh\u00e4lter mit jungen Weizensch\u00f6\u03b2ligen im Raum, die als Symbol f\u00fcr die Wurzel des Lebens gelten und den Fr\u00fchlingsanfang ank\u00fcndigen .<br \/>\nAm Neujahrstag werden neben M\u00fcnzen und neuen Geldscheinen ebenfalls bunt gef\u00e4rbte Eier zum Nouruz geschenkt. Die Neujahrsbesuche bei den Verwandten und Bekannten, die in der Reihenfolge nach dem Prinzip der Seniorit\u00e4t (die J\u00fcngeren besuchen die \u00e4lteren) ablaufen, und nicht mit einem einmaligen Zusammentreffen abgetan sind, sondern durch einen Gegenbesuch erwidert werden m\u00fcssen, dauern zw\u00f6lf Tage an.<br \/>\nAuch die ferneren Verwandten werden gem\u00e4ss der Sitte und des Brauchtums, aufgesucht, und die in Iran besonders gepflegten Beziehungen, innerhalb der Sippe, werden so Jahr f\u00fcr Jahr gefestigt.<br \/>\nDen 13. Tag (Ssizdah be Dar, w\u00f6rtl. draussen vor der T\u00fcr) verbringen die Menschen \u00fcberall im Lande traditionsgem\u00e4ss mit ganzt\u00e4gigen Picknicks mit Musik und Spielen ausserhalb des Wohnhauses in den G\u00e4rten und auf Wiesen und in der Regel in der N\u00e4he fliessender Gew\u00e4sser.<\/p>\n<p>Mit Dank an meinen Freund &#8222;Ali Motamedi&#8220; f\u00fcr diesen Artikel.<\/p>\n<\/article>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>DAS IRANISCHE \/ PERSISCHE NEUJAHRSFEST Drucken \u00a0 \u00a0Dschaschn-eSaal-e Nou, Nouruz \/ Ejd\/id-e Nouruz Neben den anderen iranischen Nationalfesten wie Mitrhras-Fest (Mehrgaan), Sadeh- und Wintersonnenfest (Schab-e Tschelle\/ Yaldaa), die in der vorislamischen Zeit regul\u00e4r und nach der Islamisierung Persiens gelegentlich am Hofe der lokalen Dynastien verst\u00e4rkt gefeiert wurden. 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